Von Philipp
Das Sport- Jahr 2010 neigt sich seinem Ende zu und war, wenn man nochmal alles revué passieren lässt, doch recht erfreulich. Eines steht zumindest fest: Der deutsche Sport befindet sich eindeutig wieder auf dem Vormarsch.
Stellvertretend dafür steht zum Beispiel das deutsche Eishockey. Nachdem Bundestrainer Uwe Krupp nach seiner Amtsübernahme 2006 die Nationalmannschaft gleich wieder in die Erstklassigkeit zurückgeführt hat, gab es in den darauffolgenden Jahren viele Höhen und Tiefen. Am Tiefpunkt angekommen ist die deutsche Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2009 in Bern. Aus sportlicher Sicht eigentlich abgestiegen, durften die DEB-Cracks nur aufgrund der Heim-WM im darauffolgenden Jahr erstklassig bleiben.
Glück für den DEB und den deutschen Sport an sich, dass ab da an ein Umdenken in der Szene stattfand. Krupp nahm ab diesem Zeitpunkt nur noch Spieler mit, die auch der Philosophie des Bundestrainers entsprachen. Eines seiner prominentesten „Opfer“ dabei war der letztjährige Liga Top-Scorer Thomas Greilinger, der sich die Heim-WM im Frühjahr diesen Jahres vom Fernseher aus ansehen durfte.
Der Lohn für diese konsequente Linie war ein beachtlicher vierter Platz bei der WM, mit dem zuvor nicht mal die kühnsten Optimisten gerechnet hätten. Auch die Titelverteidigung beim Deutschland -Cup letzte Woche gibt Krupp, der nach der WM 2011 in der Slowakei das Traineramt bei den Kölner Haien übernehmen wird, in seiner Vorgehensweise recht. Hut ab und weiter so!
Wenn man schon vom Aufschwung des deutschen Sports spricht, darf man natürlich auch den deutschen Fußball nicht vergessen. Wer erinnert sich nicht mehr an die Bilder des vergangenen Sommers, als ganz Deutschland in ein schwarz-rot- goldenes Fahnenmeer gehüllt war und das sogenannte „Wir-Gefühl“ gestärkt hervorging?! Keiner der sogenannten Experten hatte dieser „viel zu jungen und somit auch viel zu unerfahrenen Mannschaft“ auch nur einen Pfifferling bei der WM in Südafrika zugetraut. Als der Bundestrainer ohne Kuranyi, dafür aber mit Klose und Podolski, die zusammen in der Bundesliga gerade einmal auf fünf Tore kamen, mitgenommen hat, war die Aufregung groß in Fußball-Deutschland.
Doch auch hier kann man nur den Hut vor Joachim Löw und seiner knallhart durchgezogenen Fußball-Philosophie ziehen. Was diese junge Elf auf den Platz brachte, hat nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt begeistert. Mit viel Spielwitz und enormen Tempofußball ließen die Löw-Schützlinge große Fußballnationen wie England oder Argentinien wie Schulmannschaften aussehen. Dass es am Ende nicht zum WM-Titel gereicht hat, ist zwar sehr schade, aber keine Katastrophe. Mit so vielen Talenten wie noch nie im deutschen Fußball und einer klaren Linie von Löw gehört Deutschland ganz klar die Zukunft im Weltfußball.
Was den deutschen Kickern in Südafrika noch verwährt geblieben ist, hat ein junger 23-jähriger Deutscher aus Heppenheim bereits geschafft: Sebastian Vettel ist Weltmeister!
| Sebastian Vettel |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen